Räume mit Ziegelwänden

Dass ich Wände im Used-Look aufgrund ihrer einzigartigen Ausstrahlung ganz besonders mag, ist ja kein Geheimnis. Meine zahlreichen Postings zu diesem Thema waren mehr oder weniger Motivationsschreiben. Ich wollte dich damit ganz einfach auf die Besonderheiten dieser Art der Wandgestaltung hinweisen, dir Lust zum Nachstreichen bzw. -tapezieren machen und dir nebenbei hilfreiche DIY-Anleitungen geben.

Damit du dir schon vorher ungefähr vorstellen kannst, wie es nach einer DIY-Aktion bei dir daheim aussehen könnte, präsentiere ich dir heute einige Räume mit Ziegelwänden als tolle Hintergründe für gelungene Wohnsituationen.

Raum 1: Stimmiges Arrangement

 

Die ist verputzt und weiß überstrichen, aber trotzdem klar als Ziegelwand erkennbar. Der Anstrich hat schon viele Jahre auf dem Buckel – was anhand der schwarzen Flächen gut zu erkennen ist. Dann und wann blitzt auch ein roter Ziegel hervor, der von den Zeichen der Zeit freigelegt wurde. Auch wo der Untergrund überstrichen ist, ist klar zu sehen, dass sich dahinter Ziegel verbergen. Der Verputz ist nämlich nicht glatt, sondern die Ziegel zeichnen sich ab. Die Dachbalken tun ihr Übriges, um positiv auf den Raum zu wirken. Du hast ja sicher schon selbst bemerkt, wie ausdrucksstark so eine Wand ist. Dabei sind gar nicht so viele Möbel nötig, um eine ansehnliche Wohnsituation zu kreieren. Übrigens: Das Sitzkissen erinnert mich in irgendeiner Weise an den Medizinball aus einem Vorgänger-Posting. Muss wohl am Material und der Farbe liegen.

Raum 2: Modern und urig zugleich

 

Bei dieser Wand sind schon deutlich mehr Ziegel zu erkennen. Sie haben eine einheitliche Form, sind aber in einem unterschiedlichen Zustand. Manche leuchten rot heraus, andere sind milchig weiß ganz leicht von Putzresten überzogen und andere verbergen sich vollständig hinter dem Putz, wobei nur die Umrisse schemenhaft zu erahnen sind. Ein sehr schönes Wechselspiel der Ziegel ergibt sich hier allemal, wie ich finde. Mir gefällt auch die Holzbank und da vor allem die aufgereihten Töpfe mit den Kakteen. Die wirken nämlich im Gegensatz zu der Shabby-Wand richtig modern. Was die Gesamtwirkung betrifft: Gegensätze scheinen sich eben doch anzuziehen.

Raum 3: Schönes Lichtermeer

 

Hier siehst du Stein auf Stein eine durchgehende Klinkerwand. Die Ziegel sind eher flach, dafür aber lang und der Mörtel dazwischen ist auch gut sichtbar. Um so eine Ziegelwand zu bekommen, musst du gar nicht zum Hammer greifen und den Putz abschlagen, sondern kannst das Motiv genialerweise als Tapete kaufen. Hier gefällt mir, dass die Ziegel nicht so leuchten und hervorstechen, sondern schon ausgebleicht und verwittert sind. Außerdem beeindruckt mich die Lichterparade auf dem gebogenen Ast. Geniale Stylingidee!

Raum 4: Ein Tellerbord als Bildergalerie

 

An dieser Mauer hat auch wieder der Zahn der Zeit ganz schön ordentlich genagt und die Sicht auf eine Reihe von Ziegeln freigegeben. Du siehst Ziegel, Putz, Anstrich, Patina – eben alle Grundzutaten für eine tolle ganz ausgewogen gemischt. Ich mag aber auch das abgebildete Dekoelement. Das Tellerbord wurde kurzerhand zweckentfremdet und zum Bilderhalter umfunktioniert. Auf so etwas muss man erst einmal kommen. Sehr nachahmenswert!

Raum 5: Gut gefülltes Wandregal

Bei diesem Bild ist wieder die weiß gekalkte Wand sehr gut sichtbar und ein paar orangefarbene Flecken, die darunter verborgenen Ziegel andeuten. „Ziegelflecken“ und abgezeichnete Ziegel unter der weißen Farbschicht reichen schon, um ganz stilecht eine tolle Kulisse für Möbel im Industriestil zu kreieren. Auch das Hängeregal gefällt mir. Besonders die Facheinteilung ist so, wie ich es gerne mag: Für jedes Ding gibt es ein Plätzchen in genau der richtigen Größe.

Fotos: hubsch-interior.com (5)

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