Schlagwort-Archiv: Wände

Wände streichen: Mut zu mehr Wandfarbe

Ich habe dir ja in der Vergangenheit schon einige Farbkonzepte zum Nachstreichen vorgestellt. Als aufmerksamer Mitleser hast du mittlerweile einen Einblick bekommen, welche Farbkombinationen zusammenpassen, wie du mit (manchmal) unkonventionellen Mitteln wirkungsvolle Effekte zauberst und was du sonst noch tun kannst, um deine vier Wände ausdrucksstärker zu gestalten. Bei dieser Fülle an Tipps & Tricks fehlt dir vielleicht nur noch das Entscheidende bisschen Mut, um meine Vorschläge auch wirklich in die Tat umzusetzen.

Wände streichen: Nur Mut!

Es kostet zu Beginn eine ziemliche Überwindung, Wände anders als gewohnt einzufärben oder gar Wisch- und Spachteltechniken auszuprobieren. Denn leider gibt es noch immer keine Möglichkeit, schon vorher zu wissen, wie das Streichergebnis hinterher aussehen wird.

Ich kann dir aber einen gestalterischen Umweg empfehlen, um auf Nummer sicher zu gehen: Trag deine Wunschfarbe ganz einfach vorerst nicht direkt auf die Wand auf, sondern auf einen über einen Keilrahmen gespannten Stoff. Der Sinn der Übung: Nachdem du einige Zeit mit der Farbe gewohnt hast, kannst du dich entscheiden, ob du sie großflächig auf die Wand übertragen willst, lieber alles beim Alten lässt oder du dich auf die Suche nach einer anderen Schattierung begibst. Weiterlesen

Fototapeten mit Steppmuster

Polsterbetten sind in. Dieser Eindruck entsteht zumindest beim Durchblättern sämtlicher Einrichtungsmagazine. Sie sind aber weit mehr als ein kurzlebiger Trend. Denn gepolsterte Betten haben sich mittlerweile längst neben jenen aus Holz oder Metall als eigene Bauart etabliert, die optisch rein gar nichts mehr mit einer altbackenen Schlafcouch in Komforthöhe zu tun hat.

Doch je toller das Design rüberkommt, desto höher ist leider der Preis. Es ist immer das gleiche Drama. Mein Tipp an dieser Stelle: Spar dir den Neukauf, lass bettentechnisch alles beim Alten und gestalte mit ein paar Fototapeten mit Steppmuster die Wand hinter dem Betthaupt in einer weich gepolsterten Steppoptik.  Weiterlesen

Farbkonzepte: Spachtelanstrich

Wenn du auf Werbefotos einmal die Hauptdarsteller ausklammerst und dich auf den Hintergrund konzentrierst, wirst du bemerken, dass sämtliche Models und beworbene Produkte vor Ziegelwänden, Sichtbetonwänden und anderem Mauerwerk im Industriestil effektvoll in Szene gesetzt wurden. Warum das so ist? Nun ja, diese Wände haben ihren ganz eigenen spröden Charme, sind ursprünglich, individuell und eigenwillig – ausdrucksstark trifft es wahrscheinlich noch am besten.

Wirft man dann wieder einen Blick auf seine eigenen vier Wände, fällt leider auf, dass man seelenlose Neubauwände aus Gipskarton oder Gussbeton wieder nur ganz langweilig mit einem blassen 10-Liter-Gebinde Raumweiß zum Sparpreis aus dem Baumarkt zugestrichen hat.

So kann nicht mal ansatzweise ein cooles Wohnambiente entstehen. Darum erkläre ich dir, wie du den oben abgebildeten Spachtellook in drei Schritten ganz flott nachstreichen kannst. Weiterlesen

Farbkonzepte: Sonnenblumengelb und Senfgelb

Bis jetzt sind wir ja von der Herbstsonne so richtig verwöhnt worden. Trotzdem merkt man zwischendurch an einem der trüberen Tage, wie die Stimmung in den Keller geht und die Wohnräume doch schon merklich abkühlen. Mit den richtigen Farben an den Wänden lässt sich die Sonne zurück in die Wohnung holen. Und welche Schattierung würde sich da besser eignen als ein strahlendes Gelb.

Da Gelb nicht gleich Gelb ist, gilt es zuerst die beste Schattierung für den Wandanstrich zu finden. Zitrone ist eindeutig zu kühl. Meiner Meinung kommt nur ein behagliches Senfgelb oder Sonnenblumengelb infrage. Diese beiden Gelbtöne sind wahre Wärmequellen, weil sie mit einem Schuss Schwarz angereichert sind, der die Farbe merklich abdunkelt. Besonders nach Norden ausgerichtete Räume fühlen sich mit einem gelben Wandanstrich spürbar freundlicher an – was die Lebensqualität ungemein steigert.  Weiterlesen

Farbkonzepte: Kinderzimmerwände in Rosa oder Blau

Ich werde frischgebackene Eltern, die die Kinderzimmerwände ihrer Kleinen ganz nach Klischee blau oder rosa streichen, nie wirklich verstehen. Daher mein Vorschlag: Wenn schon Rosa für Mädchen und Blau für Jungs, dann bitte in einer einzigartigeren Schattierung. Ich habe eine Mischung gefunden, die die typischen Baby- und Kleinkinderfarben weniger klischeebehaftet macht. Dazu gebe ich sowohl in den rosa als auch in den blauen Farbeimer bloß einen kaum merkbaren Spritzer Schwarz und schon ist die Schattierung nicht mehr so leuchtend himmelblau oder schweinchenrosa, sondern angenehm pudrig.

Für mein erstes Konzept streiche ich je zwei gegenüberliegende Wände hellblau und cremeweiß. Der Grund? Ich mag’s eben gern symmetrisch und bei einem rechteckigen Grundriss kann ich so die Proportionen verändern, dass der Raum nicht zu schlauchförmig wirkt. Das Ergebnis zaubert einen ruhigen Hintergrund für weiße Kindermöbel und die vielen bunten Farbtupfer, die sich in Windeseile in Form von Kuscheltieren und Spielsachen ansammeln. So entwickelt sich zusammen mit dem Kind ein kreativer Ort, der die Kleinen nicht überfordert – ganz im Gegenteil sogar ausgleichend auf sie wirkt. Übrigens: Auch Zeichnungen und Bilder kommen auf Wänden in diesen beiden ruhigen Farbtönen toll zur Geltung. Ein mittelbrauner Fußboden verleiht dem Raum die richtige Dosis Wärme.  Weiterlesen

Farbkonzepte: Ziegelwand plus Sand

Fototapeten mit Ziegelmotiven sind eigentlich schnell an die Wand geklebt: Bahnen zuschneiden, einkleistern, im Lot an die Wand bringen (und hoffentlich den Versatz beachten!) – fertig ist die Akzentwand. Doch welche Farbe sollen die restlichen drei Wände des Raumes bekommen?

Vielleicht bist du auch jemand, der in so einer Situation den Farbroller ohne zu zögern in einen Eimer weißer Wandfarbe taucht. So abwegig ist der Gedanke auch gar nicht. Weiß ist neutral und harmoniert daher mit jeder anderen Farbschattierung. Aber: Dieses Farbschema (1 Akzentwand + 3 weiße Wände) ist so verdammt vorhersehbar und deshalb langweilig – also bitte vergiss es. Auch der Kontrast zwischen der farbintensiven Backsteinmauer und den drei schneeweißen Wänden wirkt viel zu stark – und trägt deshalb nicht viel Positives zum erhofften “schöner Wohnen“ bei. Weiterlesen