Beachtenswerte Second-Hand-Deko

Wie ich dir schon in meinen „5 Tipps für den erfolgreichen Besuch auf dem Flohmarkt“ geschildert habe, gilt beim Secondhand-Kauf das Gesetz der Anziehung. Soll heißen: Wenn du weißt, was du willst (und wie es aussehen soll), sticht es aus der Masse hervor und gehört schon fast dir. Damit du einen Überblick bekommst, wonach du unbedingt Ausschau halten solltest, hier ein paar Vorschläge zum Visualisieren und Einprägen.

Second-Hand-Deko 1: Bilder & Rahmen

Porträtmalerei, Blumen- und Landschaftsbilder oder Gemälde im Stile alter Meister: Egal welche Motive und Farben dich ansprechen, grüble nicht herum, ob ein Bild gut oder schlecht gemalt wurde oder gar wertvoll sein könnte. Hauptsache es gefällt dir. Mein Tipp: Betrachte die Bilder und ihre Rahmen auch getrennt voneinander. Ist nämlich das Kunstwerk unbrauchbar, aber die Rahmung toll, kannst du sie für ein anderes Bild verwenden oder ohne Inhalt aufhängen. Wirkt der Rahmen vielleicht mitgenommen, aber das Bild kann sich sehen lassen, wird eben das Kunstwerk neu eingefasst. Kauf immer mehrere Bilder (kostet secondhand ja nicht die Welt). Ein kleines bis mittelgroßes Einzelbild über dem Sofa oder dem Bett sieht verloren aus und kommt überhaupt nicht zur Geltung. Falls du unsicher bist, welche Bilder zusammenpassen: Such nach einem gemeinsamen Nenner. Also nach einem einheitlichen Rahmendesign, ähnlichen Motiven oder einer Farbfamilie. 


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Second-Hand-Deko 2: Koffer

Halte am Flohmarkt oder bei Online-Versteigerungen Ausschau nach alten Koffern. Handgepäck mit Vergangenheit lässt sich nämlich vielseitig verwenden. Besonders die in vielen Braunschattierungen erhältlichen Koffer mit aufgesetzten Holzleisten und Metallbeschlägen sind einfach ein toller Anblick. Stapelst du einige von ihnen zu einer Kofferpyramide oder einem Kofferturm, ersparst du dir eine Kommode. Pass nur auf, dass du alle Sachen, die du nicht so häufig brauchst, in den untersten Koffer packst, sonst könnte das Öffnen mühsam werden. Einen Loungetisch mit Stauraum bekommst du, wenn du auf den Kofferdeckel eine lackierte Holzplatte schraubst. Vorsicht: Der Duft alter Koffer könnte deiner Nase vielleicht nicht bekommen. Hier hilft Raumspray, Parfum, andere Duftwässerchen und auslüften.

Second-Hand-Deko 3: Kerzenhalter

An vergoldeten oder versilberten Kerzenleuchtern solltest du nicht vorbeigehen. Von wenig bis stark verzierten und verschnörkelten Modellen ist am Flohmarkt alles dabei. Die Patina ist unbezahlbar – und trotzdem bekommst du, wenn jemand sein altes „Familiensilber“ aussortiert, die Dinger fast geschenkt. Mehrarmige Kerzenleuchter passen gut auf den Esstisch oder auf Sideboards. Die guten Stücke fügen sich wunderbar in eine schon bestehende Einrichtung ein und lassen sich prima mit fabrikneuen Gegenständen aus dem Möbelhaus kombinieren. Übrigens: Du kannst die Kerzenleuchter mit einem weichen Tuch aufpolieren und darüber hinaus im Originalzustand belassen oder mit Farbe aus der Dose zum modernen Designobjekt machen.

Second-Hand-Deko 4: 70er-Jahre Hängeleuchten

Bunt, schrill, ausgefallen und aus Plastik: Pendelleuchten aus den 70ern fallen auf. So unterschiedlich die kleinen, schmalen Lampenschirme auch aussehen (zylinder-, trichter- oder kugelförmig), die Farben bewegen sich zuverlässig zwischen Weiß und Rot-orange. Retro-Pendellampen hängen gerne zusammen in der Gruppe ab (z. B. über dem Esstisch) und sind deshalb auch als Bündelleuchten bekannt. Du findest 70er-Jahre-Hängeleuchten aber nicht nur auf Flohmärkten, sondern auch sehr häufig bei Online-Versteigerungen oder in Vintage-Läden.

Second-Hand-Deko 5: 70er-Jahre Tisch- und Stehleuchten

Typisch 70er-Jahre sind sogenannte Stableuchten. Der Name bezieht sich direkt auf die Konstruktion. Steckt doch in einer runden Bodenplatte ein Stab, auf dem zumindest ein schwenkbarer und höhenverstellbarer Spot anbebracht ist. Selbst das Kabelgewirr, durch das die einzelnen Lampen mit Strom versorgt werden, ist ein typisches Designmerkmal. Du bekommst Stableuchten in zwei Größen. Nämlich als Steh- oder als Tischleuchten.

Ebenfalls für den Tisch und den Fußboden ist ein anderer weitverbreiteter Leuchtentyp aus den 70ern erhältlich. Das Erkennungsmerkmal ist der längliche Zylinderschirm, der je nach Ausführung knallig bunt gemustert oder eher dezent aussehen kann.

Second-Hand-Deko 6: Klassische Stehleuchten

Ein bequemer Sessel, ein gutes Buch (oder eine Zeitschrift) und du. Fehlt eigentlich nur noch eine Stehleuchte und deine Leseecke wäre fertig. Klassische Stehleuchten sind nicht nur tolle Lichtspender, sie machen auch optisch viel her. Ein unsichtbares Drahtgestell gibt dem Schirm die Form. Es ist oft mit Samtstoffen bezogen, die vielleicht in Plisseefalten gelegt sind und zusätzlich mit Satinbändern und Bordüren verziert wurden. Es reicht schon den Schirm einfach abzubürsten. Der angegraute Charme ist einfach unwiderstehlich. Beziehst du den Lampenschirm mit einem Trend-Stoff, erzielst du mit der klassischen Grundform und dem neuen Textil-Look eine ungewöhnliche, spannende Mischung.

Second-Hand-Deko 7: 50er-Jahre Nachttischleuchten

Ich liebe die zierlichen Nachttischleuchten aus den 1950ern und kann dir nur empfehlen, ebenfalls einen Blick auf sie zu werfen. Die drei unverkennbaren Gestaltungsmerkmale sind der Glasschirm, der Bogen (aufgrund seiner Form auch Schwanenhals genannt) und der Lampenfuß samt Druckknopf zum Ein- und Ausschalten. Was früher im Schlafzimmer stand, könnte schon bald als Highlight auf deinem Sideboard oder deinem Schreibtisch Platz finden.

Fotos: freedigitalphotos.net (2), fundus-berlin.de (7), hubsch-interior.com (4) johnny-tapete.de (4)

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Hallo, ich bin Sonja. Ich helfe dir, deine Wohn- & Arbeitsräume nach deinen Bedürfnissen zu gestalten. Immer einfach mit Hausverstand!
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