Kleines Zimmer einrichten: Mit diesen 3 Gestaltungs-Tipps machst du jeden Raum gefühlt größer

Ein kleines Zimmer einrichten, das stellt viele vor große Herausforderungen: Die Quadratmeteranzahl ist überschaubar, das Platzangebot begrenzt. Es fehlt an großzügigem Wohn- und Lebensraum sowie Platz für Möbel, Deko und alle persönlichen Sachen. Was soll man tun?

Ich zeige dir in diesem Beitrag, worauf es bei der Fußboden- und Wandgestaltung eines kleinen Zimmers ankommt, damit es gefühlt größer wirkt und worauf du bei deiner Möbel- und Dekowahl für kleine Räume unbedingt achten solltest.

Kleines Zimmer einrichten

Starten wir damit einem kleinen Zimmer optisch mehr Quadratmeter dazuzuschummeln.

Lerne meine Lieblingsgegenstände kennen:

Gestaltungs-Tipp #1: Versuche dein kleines Zimmer durch die richtige Wand- und Fußbodengestaltung gefühlt größer zu machen

Kleines Zimmer einrichten: Der Fußboden

Um in einem kleinen Zimmer eine großzügige Bodenfläche zu erzeugen, brauchst du einen Bodenbelag, der wie aus einem Guss wirkt. Also Teppich, Laminat, Vinyl, Fliesen oder Parkett ohne auffällige Muster oder Holzmaserungen.

Zu sehr ins Auge stechenden Muster oder Holzzeichnungen würden nämlich auf den wenigen zur Verfügung stehenden Quadratmetern ein viel zu unruhiges Gesamtbild zeichnen, was verkleinernd wirkt.

Greife bei einem Fliesenboden lieber zu kleinen bis mittelgroßen Formaten. In einem kleinen Zimmer wäre mit wenigen großformatigen Fliesen bereits der ganze Boden bedeckt. Das Ergebnis würde so aussehen, als ob die Fliesen zu groß für den vorhandenen Platz wären – was sie optisch auch sind.

Verzichte besser auch auf einen hochflorigen Teppichboden. Die langen Schlaufen erzeugen viel Volumen und würden so den vorhandenen Platz verkleinern. Ein flach gewebter Teppich ist für einen kleinen Raum, der optisch an Größe gewinnen soll, die bessere Wahl.

Als Fußbodenfarben in einem kleinen Zimmer eignen sich am besten Weiß-, Sand-, Grau- und hell bis mittlere Brauntöne. Sie alle ergeben eine schöne weitläufige Bodenfläche.

Dunklere Farben hingegen hätten einen verkleinernden Effekt. Zudem würden sie einen zu großen Kontrast zur Wandfarbe bilden – was eine weitere verkleinernde Wirkung hätte.

Kleines Zimmer einrichten: Die Wandgestaltung

Je dunkler eine Wandfarbe ist, desto mehr Licht schluckt sie. Für einen kleinen Raum bedeutet das: Die Wände würden gefühlt noch enger aneinanderrücken und den ohnehin schon überschaubaren Raum noch begrenzter wirken lassen.

Das heißt aber nicht, dass Wände in kleinen Räumen lediglich weiß gestrichen werden dürfen. Ganz im Gegenteil.

Wie immer bei der Wahl der passenden Wandfarbe gilt auch hier: Entscheide dich für deine Lieblingsfarbe und wähle dann die passende Helligkeitsstufe.

kleines Zimmer Wandfarbe

In einem kleinen Raum sind das zarte, helle Pastellfarben, wie sie im Frühling vorkommen. Bevorzugst du neutrale Wandfarben, kannst du neben sämtlichen Weißtönen auf helles Steingrau oder natürliche Sandtöne zurückgreifen und mit ihnen den Raum öffnen.

Vermeide in einem kleinen Zimmer Mustertapeten mit XL-Musterm. Das Tapetenmuster könnte sich auf den Wänden nicht oft wiederholen und würde – ähnlich wie beim Fliesenboden beschrieben – zu groß für den Raum wirken.

Der Spiegeltrick

In einem kleinen Zimmer ist es oft besser, statt einem Bild einen Spiegel an die Wand zu hängen. Eine Wand samt Bild schließt einen Raum nämlich optisch ab. Spiegelt sich im Spiegel jedoch ein Teil deiner Einrichtung wieder, entsteht die Illusion, als ob der Raum noch weiterginge.

Kleines Zimmer einrichten Tipps & Tricks

Die Raumbeleuchtung

Ein kleiner Raum wird meistens mit einer an der Deckenmitte befestigten Hängelampe beleuchtet. Ecken können von hier aus oft nicht ausreichend mit Licht versorgt werden – liegen im dunklen Halbschatten. Was natürlich wertvolle Quadratmeter wegnimmt.

Strahlst du die Raumecken gezielt z. B. mit einer Stehlampe, einem Deckenfluter oder einer Wandlampe an, hellst du sie auf und weitest den Raum somit aus.

Ist das kleine Zimmer durch die richtige Boden- und Wandgestaltung optisch ein wenig vergrößert, geht es darum, den Raum mit Einrichtungsgegenständen zu füllen, ohne ihn dabei zu überladen und ihm die soeben gewonnenen Quadratmeter wieder wegzunehmen.

Gestaltungs-Tipp #2: Wähle deine Möbel so aus, dass die durch die Wand- und Fußbodengestaltung gewonnenen Quadratmeter erhalten bleiben

Stimme die Möbelproportionen auf die Raumgröße ab
Achte darauf, die Proportionen deiner Möbel so gut wie möglich auf die Raumgröße abzustimmen. Verzichte dabei auf allzu große, wuchtige Möbel, die den Raum förmlich erdrücken.

Negatives Paradebeispiel ist ein XL-Sofa in einem XS-Raum. Die ausladende Sitzfläche mit den häufig rundlichen, dick gepolsterten Armlehnen ist viel zu wuchtig für einen kleinen Raum. Setze lieber auf ein Modell mit kürzerer Sitzfläche und geraden, schmalen Armauflagen, das optisch verschlankt.

Auch Sofas mit Fußteil verhalten sich sehr platzeinnehmend. Entscheide dich besser für eine gerade Couch und einen separaten Polsterhocker zum Beinehochlegen. Damit machst du aus einer behäbigen Couch einen flexiblen Zweiteiler, der deutlich leichter wirkt.

Entscheide dich für Möbel mit Beinen oder zur Wandmontage
Regale, Kommoden, Schränke, aber auch Sofas auf Füßen oder Beinen wirken deutlich luftiger als solche mit Blendenabschluss.

Mobile, bewegliche Möbel auf Rollen haben einen ähnlichen Effekt. Sie sind noch dazu sehr wendig und lassen sich einfach beim Aufräumen beiseiteschieben.

Möbel, die an der Wand montiert werden, eignen sich ebenfalls hervorragend für kleine Zimmer. Sie haben keinerlei Kontakt zum Boden. Was mehr Bodenfläche freigibt und so vergrößernd wirkt.

Such dir Möbel in der Farbe deiner Wände
Hat ein Möbel die gleiche Farbe wie die dahinter befindliche Wand, verschmelzen beide regelrecht miteinander. Das Möbel fällt kaum auf und nimmt daher gefühlt keinen Quadratmeter Wohnfläche weg.

Sieh dich nach Möbel aus (Acryl-)Glas um
Tische, Couchtische, Konsolen und Wandregale, aber auch Stühle aus durchsichtigem Acrylglas sind fast nicht zu sehen und sorgen auf diese Weise dafür, dass ein kleines Zimmer voll möbliert und doch nicht zugestellt zur Geltung kommt.

Besorg dir Möbel, die sich mehrfach nutzen lassen
In einem kleinen Raum ist Platz kostbar. Anstatt viele Möbel auf wenigen Quadratmetern unterzubringen, entscheide dich für Modelle, die du mehrfach nutzen kannst. Zusätzlichen Stauraum bekommst du z. B. durch eine ausziehbare Couch mit Bettkasten, einen Couchtisch mit Schubladen oder einen Hocker mit abnehmbarem Deckel usw.

Setze auf Kommoden, Sideboards und Schränke mit Schiebetüren
Manchmal ist ein Zimmer so klein, dass sich weder Schubladen noch Möbeltüren kaum öffnen lassen. Setze in so einem Fall lieber auf Schränke, Sideboards und Kommoden mit Schiebetüren. Mit diesem Tipp kannst du zwar keinen Platz gewinnen, aber deinen Alltag angenehmer machen.

Kümmere dich um die Innenausstattung deiner Möbel
Auch wenn in einem kleinen Raum kaum Platz für genug Schränke oder Kommoden vorhanden ist, wollen doch viele Sachen darin untergebracht werden. Achte deshalb darauf, das Innere deiner Aufbewahrungsmöbel gut zu organisieren. Dafür stehen dir einige praktische Helferlein wie Schubladeneinsätze, Stapelboxen, Sammelkörbe, Facheinteilungen und dergleichen zur Verfügung. Damit kannst du in wenigen Möbeln deutlich mehr unterbringen, als wenn alles einzeln verstaut werden würde.

Gestaltungs-Tipps #3: Dekoriere deine Möbel sparsam mit ausgewählten Gegenständen in einer Haupt- und Kombifarbe

Kleines Zimmer einrichten: Die Möbel-Deko

Sind die Oberflächen mit vielen Dekogegenständen zugestellt, können Möbel schnell überfüllt wirken. Gerade in kleinen Räumen sieht das aus, wie wenn Schränke und Kommoden überquellen würden oder schon lange nicht mehr aufgeräumt worden wäre.

Beim Dekorieren kleiner Räume lautet der Leitspruch: Weniger ist mehr.

Konzentriere dich also darauf, nur ausgewählte Stücke zu präsentieren.

Verbinde das Nützliche mit dem Schönen und wähle Dekogegenstände aus, die nicht nur gut aussehen, sondern gleichzeitig einen Verwendungszweck haben. Beispiele dafür sind Tischlampen, die Licht spenden, Boxen und Regalkörbe, mit denen man zusätzlichen Stauraum schafft, Kerzenständer, die für romantisches Licht sorgen können oder Dekoschüsseln, die als Sammelplätze für allerlei Kleinigkeiten infrage kommen, aber auch Vasen, in denen sich Blumensträuße unterbringen lassen.

1 bis 7 Sachen pro Möbeloberfläche sind die richtige Menge, um kleine Zimmer nicht zu überladen. Die genaue Dekomenge hängt neben dem persönlichen Geschmack von der Größe des zu schmückenden Möbelstücks ab. Auf einem kleinen Nachttisch reichen beispielsweise bereits 1 – 3 Dekostücke aus, während auf einem langen Sideboard 5 – 7 optimaler zur Geltung kommen.

Wichtig ist, dass in der Deko ein klares Farbkonzept erkennbar ist. Leg dich auf eine Hauptfarbe und eine dazu passende Kombifarbe fest und wähle deine Dekogegenstände dementsprechend aus. Du schaffst damit einen klaren, übersichtlichen Gesamteindruck, der dazu beiträgt, dass dein kleines Zimmer gut strukturiert und aufgeräumt wirkt und dadurch trotz Komplettausstattung so gut wie nichts an Großzügigkeit einbüßt.

Kleines Zimmer einrichten: Die Fenster-Deko

Behalte bei der Wahl deiner Vorhänge im Hinterkopf, dass Wellen Volumen schaffen und dadurch das Zimmer verkleinern können. Gerade Schiebe- bzw. Flächenvorhänge sind deutlich flacher und in kleinen Räumen oft die bessere Alternative.

kleines Zimmer größer machen

Je leichter gewebt der Vorhangstoff ist, desto besser passt er in ein kleines Zimmer. Er gibt einerseits die Sicht nach draußen besser frei, was einen raumerweiternden Effekt hat, und fällt andererseits selbst weniger ins Gewicht als ein schwerer, dichter Stoff.

Zum Abschluss noch einmal zusammengefasst, auf welche 3 Punkte du dich beim Einrichten eines kleinen Zimmers konzentrieren solltest:

  1. Füge deinem kleinen Zimmer mit der richtigen Wand- und Fußbodengestaltung gefühlt einige Quadratmeter hinzu.
  2. Wähle deine Möbel so aus, dass die gewonnenen Quadratmeter erhalten bleiben.
  3. Dekoriere deine Möbel sparsam mit Gegenständen in einer Haupt- und Kombifarbe.

Versuche jetzt bitte nur nicht krampfhaft alle meine Vorschläge umzusetzen. Pick dir einfach die Gestaltungs-Tipps heraus, die am besten zu dir und deinem kleinen Zimmer passen.

Machs dir schön!


Sieht selbst nach vielen Einrichtungsversuchen dein Zuhause nicht so aus, wie du es gerne hättest, liegt es fast immer daran, dass dir als Einrichtungsamateurin das nötige Know-how zum Erfolg fehlt.

Erfahre, wie Einrichten & Gestalten wirklich funktioniert

In meinem Wow!-Zuhause-E-Book lernst Schritt für Schritt, wie du aus gut gebauten Möbeln und gut aussehender Deko Wohnräume gestaltest, die dich begeistern, und wie du dein Wissen direkt am laufenden Einrichtungsprojekt anwendest.


diemoebelbloggerin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*